In den letzten Jahren haben technologische Fortschritte neue Möglichkeiten für die Reproduktion von Pferden eröffnet. Auch bei Hof ter Leeuwe bleiben wir nicht untätig und nutzen innovative Techniken wie OPU und ICSI. Aber was genau bedeuten diese Begriffe? Wie funktionieren diese Behandlungen? Und warum sollten Sie sich für diese innovative Behandlung anstelle traditioneller Methoden entscheiden? In diesem Blog erzählen wir Ihnen alles darüber.

Die Eizellentnahme (OPU) und die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) sind zwei eng miteinander verbundene Verfahren, die die Fortpflanzung von Pferden erheblich verbessern. Bei der OPU werden unter Ultraschallkontrolle Eizellen aus den Eierstöcken einer Stute entnommen. ICSI erfolgt später im Fortpflanzungsprozess, wobei eine einzelne Samenzelle direkt in eine Eizelle injiziert wird. Diese fortschrittlichen Methoden erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung und die Entwicklung gesunder Embryonen erheblich.
Die OPU/ICSI-Behandlung kann durchgeführt werden, wenn eine Stute über ausreichend Follikel an ihren Eierstöcken verfügt. Idealerweise sehen wir mehr als 15 Follikel mit einer Größe zwischen 0,6 und 2,5 cm, um die Erfolgschancen zu maximieren. Anschließend entnehmen wir die Eizellen mittels eines minimalinvasiven Verfahrens (= OPU). Diese Eizellen schicken wir an das Labor Avantea in Italien, wo sie weiter gereift und anschließend mittels ICSI befruchtet werden. Die Embryonen wachsen einige Tage, bevor sie für die zukünftige Verwendung eingefroren werden. Alle weiteren Details zu dieser Behandlung finden Sie hier.

Traditionelle Fortpflanzungsmethoden haben ihre Grenzen, während OPU/ICSI bei Pferden mehr Kontrolle und Präzision bietet. Natürliche Zucht und künstliche Befruchtung hängen vom Zeitpunkt des Zyklus der Stute und der Qualität sowohl des Spermas als auch der Eizellen ab. Bei OPU/ICSI können wir Sperma von Hengsten mit geringer Fruchtbarkeit verwenden und es ermöglicht die Zucht mit Stuten, die Probleme mit der Gebärmutter haben, oder mit Spenderstuten, die im Sport aktiv sind und daher kein Fohlen austragen können. Darüber hinaus können wir bei älteren Stuten höhere Trächtigkeitsergebnisse erzielen als mit künstlicher Befruchtung und Embryotransfer. Es geht sogar noch einen Schritt weiter, denn diese innovative Technik ermöglicht es sogar, Fohlen von kürzlich verstorbenen Stuten oder Hengsten zu züchten.
Die durchschnittliche Anzahl der aspirierten Eizellen oder Oozyten beträgt 14 pro Stute. Dies führt in der Regel zu 2 bis 3 Embryonen, die mittels ICSI während einer OPU-Sitzung erzeugt werden. Diese Embryonen haben eine Erfolgsquote von 75 %, wobei zwischen 14 und 45 Tagen der Trächtigkeit eine embryonale Resorption von etwa 10 bis 15 % auftritt. Mit anderen Worten kann man sagen, dass eine OPU-Sitzung im Durchschnitt ein lebendes Fohlen hervorbringt. Zum Vergleich: Bei herkömmlichen Embryotransfers sind durchschnittlich drei Zyklen der Spenderstute erforderlich, um ein lebendes Fohlen zu produzieren.
Obwohl OPU/ICSI teurer ist als herkömmliche Methoden, rechtfertigt sich die Investition durch die höheren Erfolgsraten und die Möglichkeit, das genetische Potenzial zu maximieren. Bei Hof Ter Leeuwe sind die Preise für OPU/ICSI-Behandlungen transparent und wettbewerbsfähig. Alle Details zu unseren Preisen finden Sie in unserer Preisliste.
Möchten Sie eine Behandlung mit OPU/ICSI in unserem Reproduktionszentrum in Zoutleeuw beginnen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf .